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Testbericht Photorucksack f-stop SHINN - Unterwegs mit schwerem Gepäck

Vorab meine Entscheidungskriterien für den Kauf eines großen Rucksacks, der deutlich über den erlaubten Fluggepäckmaßen liegt:

Ich wollte endlich meine große Telefestbrennweite mit Gegenlichtblende wettergeschützt im Rucksack transportieren können. Bisher musste ich die Geli immer außerhalb des Rucksackes befestigen. Außerdem habe ich fast immer eine zweite Kamera dabei und noch ein paar Objektive, viel Platz ist daher zwingend notwendig! Da ich auch manchmal in den Bergen biwakiere, möchte ich im und am Rucksack neben dem Photogepäck noch weiteres Gepäck (wie Isomatte, Schlafsack, Kocher etc. unterbringen können. Wer schon mal im Winter in den Bergen biwakiert hat, weiß, wieviel da zusammen kommt. Daher habe ich nach einem Rucksack gesucht, der neben der entsprechenden Größe außen auch noch Befestigungsmöglichkeiten für das Zusatzgepäck hat. Bei meiner Suche bin ich schließlich immer wieder beim f-stop SHINN hängen geblieben.

Absolute Grundvoraussetzung war für mich ein ausgezeichnetes Tragesystem, mit dem auch 20 kg und mehr angenehm für längere Zeit getragen werden kann. Eine gute Polsterung an Hüft- und Schultergurt ist essentiell! Auch das einfache Verlagern des Gewichts von Schulter- auf Hüftgurt ist wichtig. Die Gurte müssen zum einen schnell und ohne viel Kraftaufwand verstellbar sein, zum anderen dürfen sich die Gurte aber auch nicht unter Belastung verstellen.

 

Ich für meinen Teil habe mit dem f-stop SHINN den (fast) perfekten Rucksack gefunden, der meine Anforderungen weitgehend erfüllt. In bin seit 2019 bei allen Touren mit dem f-stop SHINN unterwegs. Dabei hat mein Gepäck i.d.R. immer über 15 kg, oft auch 20 kg und darüber. Ich war bei Wind und Wetter damit unterwegs, bei + 48°C bis – 12 °C, habe unzählige lange Touren damit gemacht und dabei viele hundert Kilometer und mehrere zehntausend Höhenmeter zurückgelegt.

 

Jetzt zu den Details:

Die Rucksäcke von f-stop setzen sich immer aus zwei Komponenten zusammen: Der eigentliche Rucksack enthält Alu-Verstrebungen und lässt sich am Rückenteil oder von oben mittels Reißverschluss öffnen. Wahlweise lassen sich unterschiedlich große ICU´s (Internal Camera Unit) einbringen: Diese gepolsterten Boxen enthalten verschiedene Trennwände, mit denen man nach Belieben die Einteilung der ICU für seine Photoausrüstung gestalten kann. Ich habe mich für die größte Box, die Cine Master ICU entschieden, da ich meist viel Photogepäck habe, das ich gut geschützt in der ICU unterbringen möchte. Weiteres Gepäck bringe ich bei Bedarf außen an, was dank der Laschen und Gurte ohne Probleme möglich ist. Prinzipiell es auch möglich, die ICU auszutauschen und eine kleinere ICU im Rucksack unterzubringen, um mehr zusätzliches Gepäck innerhalb des Rucksacks unterzubringen. Das hat den Vorteil, dass nur die ICU ausgetauscht und kein vollständig neuer Rucksack gekauft werden muss. Mit 80 L Packvolumen gehört der f-stop SHINN zu den größten Photorucksäcken, die am Markt sind. Endlich bringe ich meine 400er Festbrennweite mit Gegenlichtblende und angesetzter Kamera ohne Probleme unter. Sogar mit dazwischen geschaltetem zweifach-Konverter passt noch alles in den SHINN. Das hat den Vorteil, dass ich die Kamera jederzeit sofort einsatzbereit zur Hand habe. In der Regel habe ich zwei Vollformat-Kameras im Rucksack. Neben der großen Telefestbrennweite bringe ich dann noch zwei Konverter und vier bis fünf zusätzliche Objektive unter. Die Tiefe des ICU´s ist groß genug, dass die meisten Objektive auch „stehend“ und damit sehr platzsparend untergebracht werden können. Ein Notebook kann im oberen Fach zusätzlich verstaut werden. Filter, Speicherkarten und weiteres Zubehör hat noch in den zahlreichen Reißverschlusstaschen Platz. Am Rückenpanel sind zwei Reißverschlusstaschen eingearbeitet, in die ich Reserveakkus und ähnliches verpacke. Seitlich sind am SHINN je eine Tasche eingearbeitet. Hier habe ich ein kleines Zusatzstativ untergebracht sowie Mütze, Handschuhe, Plastiktüte etc.

 

Technische Daten:

SHINN: ca. 2,4 kg, Außenmaße: 70 x 38 x 34 cm (Länge x Breite x Tiefe), Volumen: ca. 80 L

plus Cine Master ICU: ca. 2,3 kg, Außenmaße: 65 x 36x 21 cm (Länge x Breite x Tiefe)

Preis: SHINN ca. 440 Euro; SHINN DuraDiamond: ca. 500 Euro

Cine Master ICU: ca. 270 Euro

Beachte: Die Außenmaße bewegen sich über der Fluggepäcktauglichkeit.

 

Ausstattung:

 Für mich ist wichtig, alles in einem Rucksack unterbringen zu können!

Die Polsterung bzw. der Schutz für das sensible Photoequipment halte ich auch für den Outdoor-Einsatz sehr gelungen und ausreichend. Die gute Polsterung ist natürlich mit einem höheren Grundgewicht des Rucksacks verbunden, aber wer schon mal bei Schnee/Glatteis/matschigen Untergrund ausgerutscht ist, wird die gute Polsterung zu schätzen wissen. Es sind ausreichend Trennelemente vorhanden, mit denen der Innenraum des Rucksacks aufgeteilt werden kann. Eine weitgehend individuelle Anpassung an die eigene Ausrüstung ist damit gewährleistet.

Im Hauptfach befinden sich auf der Deckelseite innen mehrere flache, mit Reisverschluss bzw. mit Klettverschluss verschließbare Taschen (z.B. für Akkus, Filter, Speicherkarten, Putztuch etc.). Über dem Hauptfach gibt es noch ein weiteres Fach, in dem z.B. ein Laptop untergebracht werden kann. In der Regel befindet sich dort bei mir aber zusätzliche Photoausrüstung (Diffusor, Kabelauslöser, Filter, Makroschienen etc.). An der Außenseite des Rucksacks befindet sich noch ein großes Reißverschlussfach mit zwei länglichen Einschubtaschen, in denen jede Menge Kleinteile verstaut werden können.

Der Stativtransport erfolgt über seitlich angebrachte Zurrgurte, durch die man die Stativfüße steckt. Hier hätte ich mir an den Seiten eine Netztasche gewünscht, in die man die Füße einstellen kann. (Die neue Version des SHINN DuraDiamond hat diese Taschen!)

Am oberen Rückenbereich des Rucksacks befindet sich ein Tragegriff für den „Kurzstreckentransport“.

Für zusätzliche Taschen oder Objektivköcher kann man die seitlichen Befestigungsgurte nutzen. Auch am Hüftgurt bestehen noch weitere Befestigungsmöglichkeiten.

 

Tragesystem:

Das Tragesystem des SHINN ist mit dicken, angenehm gepolsterten Schulter- und Hüftgurten ausgestattet. Die Schultergurte lassen sich bequem in der Länge verstellen, zusätzlich sind zwei Lastkontrollriemen angebracht, mit deren Hilfe der Rucksack an den Körper angepasst werden kann. Mit einem weiten- und höhenverstellbaren Brustspanner können die Schultergurte vorne zusammengeclipt und individuell angepasst werden.

 

Was ich hier unbedingt noch erwähnen möchte: Ich bin vom Tragekomfort wirklich begeistert! Da ich auf meinen Phototouren/Reisen oft auch in den Bergen und auch über längere Strecken unterwegs bin, kann dieser Punkt gar nicht genug betont werden. Mit einer Körpergröße von 185 cm passt mir der Rucksack wirklich perfekt. Bisher war ich mit gut 20 kg unterwegs und das Gewicht ließ sich problemlos tragen, ohne dass ich am Ende des Tages „am Ende“ gewesen wäre. Mit einer gewissen körperlichen Grundfitness, einer guten Polsterung und einer abwechselnden Verlagerung des Gewichts auf Brust- bzw. Hüftgurte lässt sich dieses Gewicht einfach gut transportieren. Für mich das angenehmste und beste Transportsystem, das ich bisher ausprobiert hatte.

Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist sehr wertig. Die Nähte sind sauber und fest ausgeführt. Nur einmal hat sich an der Naht des Klettverschlusses der seitlichen Balgtasche etwas gelöst, was aber in fünf Minuten selbst repariert werden konnte. Die Reisverschlüsse der Hauptkammern außen sind allwettertauglich. Das Außenmaterial des Rucksacks ist regenabweisend. Nach einem 30-minütigem starken Regenguss habe ich an der Innenseite der Außentaschen aber Feuchtigkeit feststellen können. Mittlerweile habe ich mir ein Raincover für den Rucksack zugelegt, das neben dem Rucksack auch das angebrachte Stativ umhüllt. (Das Stativ wird nämlich häufig nicht mitberücksichtigt!). Eine Überlegung ist hier auch ein Regenponcho, der Rucksack und Träger schützt. Bei mehrtätigen Touren kann es sonst sein, dass die Tragegurte immer noch vom Vortag regennass sind, wenn man bei Sonnenschein im T-Shirt unterwegs sein will…

 

Bei starkem Regen bevorzuge ich inzwischen einen Poncho:

-       Mit einem Poncho lässt sich die Feuchtigkeit einfach besser und weiter vom Rucksack fernhalten. Gerade bei Outdoor-Mehrtagestouren ist es u. U nicht so einfach, Rucksack und Cape trocken zu bekommen. Der Poncho lässt sich getrennt von Ausrüstung notfalls auch nass aufbewahren, Hauptsache das Photoequipment bleibt trocken.

 -       Gewicht und Packmaß eines Ponchos sind relativ klein und schützen nicht nur Rucksack und Stativ, sondern auch den „armen“ Kerl, der den ganzen Krempel tragen muss ;-)

Mittlerweile hat f-stop eine neue Version herausgebracht, den f-stop SHINN DuraDiamond. Hier soll das Außenmaterial noch stabiler und wetterfester sein.

 

Zusammenfassung:

Der f-stop SHINN erfüllt weitestgehend alle meine Anforderungen an einen Photorucksack. Da ich häufig mit schwerem Gepäck unterwegs bin, freut mich besonders der hohe Tragekomfort und der f-stop SHINN setzt diesbezüglich wirklich ein Zeichen. Wichtig ist für mich, dass ich eine umfangreiche Ausrüstung transportieren kann und auch hier ist der Shinn führend. Die gute Polsterung schützt das Photo-Equipment ausgezeichnet! Die vielen Taschen bieten genügend Unterbringungsmöglichkeit für das Zubehör. Durch die Außengurte und Laschen am Rucksack besteht die Möglichkeit, weiteres Gepäck anzubringen. Wetterfest ist der Rucksack weitgehend, auch wenn bei langen Regenfällen ein zusätzliches Raincover anzuraten ist.

 

Mit gut 710 Euro ist der Rucksack nicht billig, trotzdem geht kaum ein Weg an ihm vorbei, wenn man großes Photogepäck transportieren will!

 

Link zum    f-stop Shop

f-stop:        SHINN DuraDiamond

Foto Koch: f-stop SHINN DuraDiamond

                    f-stop CINE MASTER

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Photorucksack f-stop SHINN
Photorucksack f-stop SHINN

Geprüft, getestet und für gut befunden: der Photorucksack f-stop SHINN :)